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Ölheizung und Solarthermie kombinieren — Hybridheizung Ratgeber

Ölheizung plus Solarthermie: Wie die Kombination funktioniert, was sie spart und welche Förderungen es gibt.

R. Tesche GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Hybridheizung aus Ölheizung und Solarthermie ist eine der cleversten Lösungen für Hausbesitzer, die ihren Heizölverbrauch senken möchten, ohne die bewährte Ölheizung komplett aufzugeben.

Ölheizung und Solarthermie kombinieren — Hybridheizung Ratgeber

Eine Hybridheizung aus Ölheizung und Solarthermie ist eine der cleversten Lösungen für Hausbesitzer, die ihren Heizölverbrauch senken möchten, ohne die bewährte Ölheizung komplett aufzugeben. In Remscheid und dem Bergischen Land setzen bereits viele Familien auf diese Kombination — mit Einsparungen von 20 bis 40 Prozent beim Heizölverbrauch.

Wie funktioniert die Kombination?

Bei einer Öl-Solar-Hybridheizung wird die bestehende Ölheizung durch eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach ergänzt. Die Sonnenkollektoren erwärmen eine Trägerflüssigkeit, die über einen Wärmetauscher die Wärme an den Heizungspufferspeicher abgibt. Wenn die Sonne ausreichend Energie liefert, bleibt der Ölbrenner aus. Nur wenn die Solarenergie nicht ausreicht — an bewölkten Tagen, in kalten Winternächten oder bei hohem Warmwasserbedarf — springt die Ölheizung automatisch ein.

Die Steuerung erfolgt über einen intelligenten Heizungsregler, der permanent die Temperaturen im Speicher und den Wärmebedarf des Hauses vergleicht. Der Ölbrenner wird nur dann zugeschaltet, wenn es tatsächlich nötig ist. In den Sommermonaten kann die Solarthermie den kompletten Warmwasserbedarf decken — der Ölbrenner bleibt von Mai bis September oft komplett aus.

Einsparpotenzial im Bergischen Land

Das Einsparpotenzial hängt von mehreren Faktoren ab: der Größe der Kollektorfläche, der Ausrichtung und Neigung des Daches, der Größe des Pufferspeichers und dem Wärmebedarf des Hauses. Im Bergischen Land mit seinen wechselhaften Wetterverhältnissen rechnen wir konservativ.

Für die reine Warmwasserbereitung reichen 4 bis 6 Quadratmeter Kollektorfläche und ein 300-Liter-Speicher. Damit lassen sich rund 60 Prozent des Warmwasserbedarfs solar decken, was einer Heizöleinsparung von 200 bis 400 Litern pro Jahr entspricht. Für die Heizungsunterstützung werden 10 bis 15 Quadratmeter Kollektorfläche und ein 800- bis 1.000-Liter-Pufferspeicher empfohlen. Damit sinkt der Heizölverbrauch um 20 bis 30 Prozent — bei einem Jahresverbrauch von 3.000 Litern sind das 600 bis 900 Liter weniger.

Kosten der Anlage

Eine Solarthermie-Anlage für die Warmwasserbereitung kostet inklusive Montage 4.000 bis 7.000 Euro. Eine größere Anlage mit Heizungsunterstützung liegt bei 8.000 bis 14.000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für den Pufferspeicher (1.000 bis 2.000 Euro) und die Anpassung der Heizungssteuerung (500 bis 1.000 Euro).

Die Gesamtinvestition für eine Hybridheizung mit Heizungsunterstützung beträgt damit 10.000 bis 17.000 Euro. Nach Abzug der Förderung reduziert sich der Eigenanteil erheblich — die BEG fördert Solarthermie-Anlagen mit bis zu 25 Prozent der Investitionskosten.

Förderungen optimal nutzen

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert Solarthermie als Einzelmaßnahme mit einem Grundfördersatz von 25 Prozent. Wer gleichzeitig die Ölheizung modernisiert, kann zusätzliche Boni erhalten. Die KfW bietet ergänzend zinsgünstige Kredite an.

In NRW gibt es über das Programm progres.nrw zusätzliche Zuschüsse pro Quadratmeter Kollektorfläche. Diese Landesförderung kann mit der Bundesförderung kombiniert werden, was die Wirtschaftlichkeit weiter verbessert. Wichtig: Alle Förderanträge müssen vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.

Praxiserfahrung aus Remscheid

Viele unserer Kunden haben in den letzten Jahren auf eine Öl-Solar-Hybridheizung umgestellt. Die Erfahrungen sind durchweg positiv. Ein Kunde aus Remscheid-Lennep berichtet, dass sein Heizölverbrauch seit der Installation einer 12 Quadratmeter großen Solarthermie-Anlage von 3.200 auf 2.100 Liter pro Jahr gesunken ist — eine Einsparung von 34 Prozent.

Besonders geschätzt wird die Unabhängigkeit: Im Sommer läuft die Heizung komplett solar, und auch in der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst reicht die Solarenergie oft aus. Der Ölbrenner springt nur noch an wirklich kalten Wintertagen an. Das verlängert auch die Lebensdauer des Brenners, da er weniger Betriebsstunden hat.

Ist Ihr Dach geeignet?

Für Solarthermie eignen sich Dächer mit einer Ausrichtung nach Süden, Südosten oder Südwesten und einer Neigung von 30 bis 50 Grad am besten. Aber auch Ost-West-ausgerichtete Dächer können mit Flachkollektoren bestückt werden — der Ertrag ist dann rund 15 bis 20 Prozent geringer, aber immer noch wirtschaftlich.

Wichtig ist eine schattenfreie Fläche: Bäume, Schornsteine oder Nachbargebäude, die den Kollektor verschatten, reduzieren den Ertrag erheblich. Im Bergischen Land mit seinen oft hanglagigen Grundstücken gibt es viele Dächer mit guter Sonneneinstrahlung — auch wenn das Wetter manchmal anderes vermuten lässt.

Nächste Schritte

Wir empfehlen einen dreistufigen Ansatz: Lassen Sie zunächst prüfen, ob Ihr Dach für Solarthermie geeignet ist. Holen Sie dann Angebote ein und klären Sie die Fördermöglichkeiten. Und bestellen Sie nach der Installation weiterhin Ihr Heizöl bei uns — nur eben weniger. Wir beraten Sie gerne unter 02191 80793.

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WHG-zertifizierter Fachbetrieb seit 1888. Seit über 137 Jahren versorgen wir Familien in Remscheid und dem Bergischen Land mit Energie, Tankschutz und kompetenter Beratung.