Das Wichtigste in Kürze
- Sie betreten Ihren Keller und bemerken einen intensiven Ölgeruch? Dann ist schnelles und besonnenes Handeln gefragt.
Notfall: Ölgeruch im Keller — Sofortmaßnahmen und wann Sie uns rufen
Sie betreten Ihren Keller und bemerken einen intensiven Ölgeruch? Dann ist schnelles und besonnenes Handeln gefragt. Nicht jeder Ölgeruch bedeutet eine akute Gefahr, aber jeder sollte ernst genommen und untersucht werden. Als WHG-Fachbetrieb in Remscheid erklären wir, was zu tun ist.
Sofortmaßnahmen bei Ölgeruch
Wenn Sie Ölgeruch im Keller wahrnehmen, befolgen Sie diese Schritte in dieser Reihenfolge. Bewahren Sie Ruhe — die meisten Ölgeruch-Vorfälle sind beherrschbar. Betreten Sie den Keller nicht mit offenem Feuer, Kerzen oder brennender Zigarette. Schalten Sie keine elektrischen Geräte ein oder aus — Funkenbildung vermeiden. Öffnen Sie wenn möglich Fenster und Türen, um für Durchlüftung zu sorgen. Versuchen Sie, die Quelle des Geruchs zu lokalisieren, ohne den Raum unnötig zu betreten. Rufen Sie uns an unter 02191 80793 — wir sind schnell bei Ihnen.
Mögliche Ursachen für Ölgeruch
Ölgeruch im Keller kann verschiedene Ursachen haben, die unterschiedlich ernst zu nehmen sind. Ein leichter, diffuser Ölgeruch ist bei älteren Tankanlagen nicht ungewöhnlich und entsteht durch geringe Ausgasungen aus dem Tank oder den Leitungen. Das ist unangenehm, aber in der Regel nicht gefährlich.
Ein plötzlich auftretender, intensiver Ölgeruch hingegen deutet auf ein konkretes Problem hin. Die häufigsten Ursachen sind eine undichte Ölleitung oder ein lockerer Anschluss, ein Riss oder eine Korrosionsstelle im Tank, ein defekter Grenzwertgeber, der bei der letzten Befüllung zu einer Überfüllung geführt hat, oder Kondenswasser im Tank, das zu einer Vermischung mit dem Heizöl und erhöhter Geruchsbildung führt.
Wann ist es ein Notfall?
Sofort die Feuerwehr rufen sollten Sie, wenn Sie eine Öllache auf dem Boden sehen, wenn Heizöl in einen Bodenablauf oder in die Kanalisation gelangt ist, wenn der Ölgeruch so stark ist, dass Ihnen schwindelig oder übel wird, oder wenn das Haus in einem Wasserschutzgebiet liegt und Sie einen Ölaustritt vermuten.
Die Feuerwehr ist unter 112 erreichbar und verfügt über Spezialmittel zur Ölbindung. Versuchen Sie nicht, größere Ölmengen selbst aufzufangen — das kann die Situation verschlimmern und Gesundheitsrisiken bergen.
Uns rufen, wenn...
Rufen Sie uns als WHG-Fachbetrieb an, wenn der Ölgeruch neu ist, aber keine sichtbare Leckage vorliegt, wenn Sie eine feuchte Stelle am Tank oder an einer Leitung bemerken, wenn der Geruch nach einer Heizöllieferung aufgetreten ist, oder wenn Sie sich unsicher über die Ursache sind.
Wir kommen kurzfristig zu Ihnen, lokalisieren die Ursache und beheben das Problem fachgerecht. In den meisten Fällen lässt sich die Ursache schnell finden und ohne großen Aufwand beseitigen — sei es ein lockerer Anschluss, ein defekter Dichtring oder eine verschlissene Leitung.
Gefahren bei Ölaustritt
Austretendes Heizöl kann erhebliche Schäden verursachen. Umweltschäden entstehen, wenn Heizöl ins Erdreich oder Grundwasser gelangt. Die Sanierungskosten können schnell in den fünf- bis sechsstelligen Bereich gehen. Besonders in Wasserschutzgebieten sind die Auflagen streng und die Kosten hoch.
Gebäudeschäden entstehen durch Heizöl, das in Bodenplatten, Mauerwerk und Dämmmaterialien eindringt. Die betroffenen Materialien müssen in der Regel ausgebaut und entsorgt werden — eine aufwendige und teure Sanierung.
Gesundheitsrisiken ergeben sich durch die Einatmung von Öldämpfen über längere Zeit. Kopfschmerzen, Übelkeit und Schleimhautreizungen sind die häufigsten Symptome. Bei intensivem Kontakt mit Heizöl ist Hautkontakt zu vermeiden.
Sanierung nach einem Ölschaden
Wenn Heizöl ausgetreten ist und das Erdreich oder Bausubstanz kontaminiert hat, muss eine fachgerechte Sanierung erfolgen. Diese umfasst die Sicherung der Schadenstelle und das Abstoppen weiteren Ölaustritts. Dann folgt die Aufnahme des ausgetretenen Öls mit Bindemitteln. Der Aushub kontaminierten Erdreichs und die Entsorgung als Sondermüll ist der nächste Schritt. Die Beprobung des Erdreichs und gegebenenfalls des Grundwassers belegt den Sanierungserfolg. Zum Abschluss erfolgt die Dokumentation und Meldung an die zuständige Behörde.
Wir übernehmen die Koordination der Sanierung und arbeiten mit spezialisierten Sanierungsunternehmen zusammen. Auch die Abstimmung mit Ihrer Versicherung und der Wasserbehörde gehört zu unserem Service.
Kosten im Überblick
Ein einfacher Leitungsschaden mit geringem Ölaustritt kostet in der Reparatur 200 bis 500 Euro. Eine Tankreparatur oder der Einbau einer Innenhülle liegt bei 1.500 bis 4.000 Euro. Eine Erdreichsanierung nach Ölaustritt beginnt bei 5.000 Euro und kann je nach Umfang deutlich höher ausfallen.
Eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung deckt diese Kosten in der Regel ab. Wir empfehlen dringend, eine solche Versicherung abzuschließen, wenn Sie einen Heizöltank besitzen — die jährliche Prämie liegt bei nur 50 bis 100 Euro.
Vorbeugung ist der beste Schutz
Regelmäßige Wartung und Prüfung Ihrer Tankanlage sind der beste Schutz vor Ölschäden. Lassen Sie Ihren Tank alle 5 bis 7 Jahre reinigen, die Leitungen und Anschlüsse jährlich prüfen und die gesetzlichen Prüfintervalle einhalten. Bei Auffälligkeiten — und sei es nur ein leichter Geruch — rufen Sie uns an. Frühzeitiges Handeln verhindert große Schäden. Telefon 02191 80793.
R. Tesche GmbH
Fachredaktion
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