Das Wichtigste in Kürze
- Warum kostet Heizöl heute mehr als gestern? Oder weniger? Die Preise für Heizöl schwanken täglich und manchmal sogar mehrmals am Tag.
Heizölpreise verstehen
Warum kostet Heizöl heute mehr als gestern? Oder weniger? Die Preise für Heizöl schwanken täglich und manchmal sogar mehrmals am Tag. Für viele Verbraucher ist das verwirrend und frustrierend. In diesem Artikel erklären wir die Faktoren, die den Heizölpreis beeinflussen, damit Sie die Preisbewegungen besser einordnen und fundierte Kaufentscheidungen treffen können.
Der Rohölpreis: Die Basis
Der wichtigste Preisfaktor ist der internationale Rohölpreis. Heizöl wird aus Rohöl raffiniert, und der Rohölpreis macht etwa 40 bis 50 Prozent des Endpreises aus. Rohöl wird an internationalen Börsen gehandelt — die wichtigsten Referenzsorten sind Brent (gehandelt in London) und WTI (gehandelt in New York).
Der Rohölpreis wird von Angebot und Nachfrage bestimmt. Förderbeschlüsse der OPEC-Staaten, geopolitische Krisen in Förderländern, wirtschaftliche Konjunktur und strategische Reserveentscheidungen großer Verbraucherländer — all das hat direkten Einfluss.
Der Wechselkurs Euro/Dollar
Rohöl wird in US-Dollar gehandelt. Für europäische Käufer spielt deshalb der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar eine wichtige Rolle. Wenn der Euro gegenüber dem Dollar steigt, wird Rohöl für uns günstiger — und umgekehrt. Dieser Effekt kann den Literpreis um mehrere Cent beeinflussen und wird von vielen Verbrauchern unterschätzt.
Steuern und Abgaben
Ein erheblicher Teil des Heizölpreises besteht aus Steuern und Abgaben. Die Energiesteuer beträgt aktuell 6,14 Cent pro Liter. Hinzu kommen die CO2-Abgabe, die seit 2021 erhoben wird und jährlich steigt, sowie die Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf den Gesamtpreis. Zusammen machen Steuern und Abgaben etwa 30 bis 35 Prozent des Endpreises aus.
Raffinerie- und Produktkosten
Die Verarbeitung von Rohöl zu Heizöl in Raffinerien verursacht Kosten, die ebenfalls in den Preis einfließen. Diese Kosten sind relativ stabil, können aber bei Engpässen — etwa wenn Raffinerien wegen Wartung oder Störungen weniger produzieren — ansteigen. Auch saisonale Nachfrageschwankungen bei Mitteldestillaten (zu denen auch Diesel gehört) beeinflussen die Raffineriekosten.
Transport und Logistik
Vom Hamburger oder Rotterdamer Hafen muss das Heizöl über Pipelines, Binnenschiffe und schließlich per Tankwagen zu Ihnen nach Hause gebracht werden. Die Transportkosten machen etwa 5 bis 10 Prozent des Endpreises aus. Im Bergischen Land, wo die Straßen kurvenreich und die Anfahrtswege manchmal lang sind, sind die Logistikkosten etwas höher als in Ballungszentren.
Saisonale Effekte
Die Heizölnachfrage folgt einem saisonalen Muster: Im Herbst und Winter steigt die Nachfrage, da Haushalte ihre Tanks vor der Heizsaison auffüllen. Im Frühjahr und Sommer sinkt die Nachfrage. Dieser saisonale Effekt kann die Preise um einige Cent pro Liter beeinflussen — allerdings überlagern globale Marktentwicklungen oft die saisonalen Schwankungen.
Bestellmenge und Sammelbestellungen
Auch Ihre Bestellmenge hat Einfluss auf den Literpreis. Größere Bestellmengen sind pro Liter günstiger, da die fixen Kosten (Anfahrt, Abfertigung) auf mehr Liter verteilt werden. Sammelbestellungen mit Nachbarn senken die Kosten zusätzlich.
Unser Tipp
Beobachten Sie den Heizölpreis über mehrere Wochen und bestellen Sie, wenn der Preis im Vergleich zum Durchschnitt günstig erscheint. Wir bei der R. Tesche GmbH in Remscheid beraten Sie gerne zum aktuellen Marktgeschehen. Rufen Sie an unter 02191 80793 — wir nennen Ihnen den Tagespreis und unsere Einschätzung.
R. Tesche GmbH
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